Als Co-Vorstandsvorsitzende führt Fabiola Fernandez-Grund seit April 2021 gemeinsam ihrem Kollegen in einer Doppelspitze die Gegenbauer Holding SE & Co. KG. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist führender Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Facility- und Gebäudemanagement. Aktuell beschäftigt es ca. 18.000 Mitarbeitende.
Meine Gesprächspartnerin, die sich selbst als sehr zahlen- und qualitätsorientiert beschreibt, legt in ihrer Führung gleichzeitig viel Wert auf Authentizität, Nähe und Mitarbeiterorientierung. Auf den ersten Blick können diese Qualitäten wie zwei Gegensätze wirken, die ein tolles Führungsziel darstellen, deren Umsetzung im Alltag aber kein Leichtes darstellen! Ich bin daher sehr neugierig und will wissen: Wie gelingt ihr das? Fabiola teilt dazu viele ihrer Erfahrungen und Erkenntnisse. Sie berichtet darüber, wie ihr die Balance zwischen diesen Qualitäten gelingt und wie man/frau trotz hoher Nähe als Führungskraft ernst genommen wird. Ich lerne, dass es kein Widerspruch ist, Mitarbeitenden durchweg mit Freundlichkeit und einer hoher Offenheit zu begegnen und gleichzeitig in entscheidenden Situationen unmissverständlich Leistung und Qualität zu fordern. Fabiola, die vor ihrer jetzigen Rolle Finanzvorständin war, hat viele Tipps und Anregungen dabei, die diesen Spagat leicht und selbstverständlich beschreiben. Wir sprechen darüber hinaus darüber, wie viel Nähe als Führungskraft OK ist, wie sie ihren eigenen Führungsstil entwickelt hat und welche Herausforderungen die Vereinbarkeit von Führung und Familie mit sich bringen.
Nach dem Gespräch hatte ich Lust, sofort zu meinem Führungsjob überzugehen und diesen mit einer neuen und durch unser Gespräch inspirierten Selbstverständlichkeit auszuüben. Ich freue mich, wenn es euch genauso geht! Und ende an dieser Stelle mit einem starken Zitat meiner Gesprächspartnerin: "Was ich sage, hat für mich Hand und Fuß. Ich vertrete nichts, woran ich nicht glaube."
https://www.linkedin.com/in/fabiola-fernandez-grund-51b99b2/
https://www.gegenbauer.de/wer-wir-sind/
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/die-neuen-gegenbauer-chefs-im-interview-wer-ueber-homeoffice-philosophiert-lebt-haeufig-in-einer-grossen-wohnung/27151986.html
Als ehemaliger Head of Talentmanagement bei der Firma ABB und jetziger HR-Business Partner bei NKT engagiert sich Udo Sturm schon viele Jahre in Unternehmen für die Förderung von Frauen. Darüber hinaus ist er ehrenamtlich als Fördermitglied bei der Femtec.Alumnae e.V. aktiv. Einem Netzwerk für hochqualifizierte, technikbegeisterte und engagierte Frauen in MINT-Fächern. In unserem Gespräch sprechen wir über seine Aktivitäten im Verein und diskutieren auch, ob es wirklich Netzwerke braucht, die sich nur an Frauen richten. Im Hinblick auf seine beruflichen Tätigkeiten im Personalbereich will ich von ihm wissen, welche einfachen Maßnahmen jedes Unternehmen umsetzen kann, um Frauen in Führung zu fördern. Und hier zeigt er klar auf: So kompliziert ist es nicht, man muss es nur wollen und vielleicht nicht immer gleich zu groß denken - denn auch durch kleine, aber dafür vielleicht passgenauere Aktivitäten lässt sich schon sehr viel erreichen.
Am Ende unseres Gesprächs erhalte ich von Udo noch interessante Einblicke in seine Coachingarbeit und erfahre in einer kleinen Mini-Coaching Session, wie ich meine persönlichen Stärken dazu nutzen kann, um meine persönliche Schlagfertigkeit zu trainieren.
Vielleicht wäre femtec auch ein spannendes Netzwerk für dich? Oder du fragst dich, was du in deinem Unternehmen ganz unkompliziert machen kannst, um Frauen in Führung zu fördern? Erhaltet hierzu in unserem Gespräch spannende Einblicke und macht es euch, wie mein Gesprächspartner in dieser Podcastfolge, selbst mit zur Aufgabe, Diversity in eurem Unternehmen zu fördern!
Industrial designer Luciana Silvares is the responsible lead designer for the brand style of Mazda Motor Europe. The company is the regional headquarters of the automotive manufacturer Mazda for the European market. Born in Boston and grown up in São Paulo, Luciana has now been living for more than 20 years in Germany while working for Mazda Europe. Her passion about her job, design and the automotive industry truly shows in our conversation. In this podcast she takes us on a journey through her work. You will get to know what the latest trends in the automotive industry are and why Luciana believes we need more feminine leaders. In doing so she shares her observations on the specials strengths that she sees within them. Additionally, I am very curious on her thoughts of motherhood and being a leader. We talk about balancing work and family and how to organize family-life together with the partner. She explains how breaking out of traditional roles is not an easy thing to do and why taking on responsibility as a father goes beyond "help”. She summarizes that it's not always easy being a mother and having a career at the same time, BUT for her it's totally worth it! Listen to Luciana’s story and be inspired by her encouraging message on being a female leader: "Don't give up! At the end of the day you will have a fruitful return."
https://www.curaze.io/femaleonezero/designing-the-future
https://www.linkedin.com/in/lucianasilvares/
Mit 34 Jahren wurde Eliza Diekmann im September 2020 mit 66,9 % zur Bürgermeisterin von Coesfeld gewählt, einer Stadt mit 36.000 Einwohnern in der Nähe von Münster. In Coesfeld ist sie damit die erste Frau im Bürgermeisteramt, die jüngste – und erste ohne CDU-Parteibuch. Als Journalistin hatte sie schon immer eine Leidenschaft für Politik, wobei ihr eigentliches Berufsziel einmal darin bestand, als Auslandskorrespondentin aus Krisengebieten zu berichten. Die Idee Bürgermeisterin zu werden, kam erst auf als sie sich nach der Geburt ihres 2. Kindes beruflich neu orientierte. In unserem Gespräch berichtet sie von ihrem Weg in das Amt: Wie die Idee für ihre Kandidatur überhaupt entstanden ist, wie ihr Wahlkampf verlief und welche Herausforderungen sie - insbesondere als Frau - zu meistern hat(te). Sie liefert spannende Einblicke in ihren Beruf, den sie mit voller Leidenschaft und viel Gestaltungswillen ausübt. Zudem sprechen wir darüber, wie sie ihren Familienalltag organisiert und mit ihrem Beruf in Einklang bringt.
Etwas das Eliza neben ihrem Interesse an der Politik und dem Lösen komplexer Situationen antreibt, ist zu zeigen, dass Frauen jeden noch so männlich geprägten Job ebenso gut ausüben können und dabei auch ein Vorbild für andere Frauen zu sein: "Wir Frauen können auch alles!" Wir reden darüber, warum Mut, Authentizität und zu Fehlern stehen, befreiend sein kann und ob es einen Unterschied macht, dass eine Frau das Amt des Bürgermeisters inne hat. Ich wünsche euch ebenso viel Spaß beim Hören, wie ich im Gespräch mit Eliza hatte! Daneben viele inspirierende Einblicke, die Mut machen und vielleicht bei der ein oder anderen das Interesse am Bürgermeisterinnenamt aufkommen lassen?!
https://www.elizadiekmann.com/
Bernhard Niemeyer-Pilgrim ist Mitglied des Vorstands und Vice President HSE & Carbon der BP Europa SE. Mit annähernd 20 Jahren Führungserfahrung in den Bereichen Produktion, Gesundheit, Sicherheit und Qualität, positioniert er sich als Führungskraft ganz klar pro Diversity. Dafür kommuniziert er innerhalb des Unternehmens nicht nur seine Haltung, sondern achtet auch darauf, dass diese im Alltag gelebt wird. Führungskraft zu sein, heißt für ihn, das eigene Team zu stärken, Einzelne in ihrer Entwicklung zu unterstützen und auch dafür zu sorgen, dass weibliche Potenziale gefördert werden. Neben dem, dass ich sehr neugierig bin, wie er selbst zu der Führungskraft geworden ist, die er heute ist, möchte ich von ihm wissen: Wie fördert man gezielt Frauen in Führung? Dafür liefert er mir vielseitige Antworten. Nicht nur, was Unternehmen tun können, sondern auch worauf Führungskräfte in ihrer Haltung achten sollten UND, was Frauen für sich selbst tun können. Auch auf meine Frage, ob es seitens einer Führungskraft mehr Einsatz erfordert, Frauen zu fördern, weil diese oft selbstkritischer sind, hat er eine sehr eindeutige und unmissverständliche Antwort. Darüber hinaus beobachtet er, dass Frauen mit ihren Stärken gerade in modernen, agil agierenden Unternehmen sogar einen Vorteil haben - sie hier vielleicht sogar Männern überlegen sind - Unternehmen müssten es nur schaffen, dieses Potenzial gezielt frei zu legen. Hört, welche Tipps er Frauen sonst noch mit an die Hand gibt und lasst euch von seiner starken Pro-Diversity-Haltung anstecken! Hier bleibt es mir nur, ihn direkt zu zitieren: "Auch als Mann sollte man sich fragen, ob man bei einem Unternehmen arbeiten möchte, das keine Diversity Ziele hat."
https://www.bp.com/de/global/bp-europa-se/das-management-der-bp-europa-se/bernhard_niemeyer-pilgrim.html
https://www.linkedin.com/in/bernhard-maria-niemeyer-pilgrim-6865a45/
Von 0 auf 50 Mitarbeitende und als Trainee zur Abteilungsleitung. Was für eine Herausforderung! Sigurlin Atladottir ist Head of Business Strategy bei Roche dem größten Pharmaunternehmen der Welt. In 2017 startete sie in ihre erste unternehmensinterne Führungsrolle als Abteilungsleiterin von 50 Mitarbeitenden. Das bemerkenswerte daran: Sie hatte gerade erst ihr Trainee-Programm abgeschlossen und bekam damit eine Führungsrolle angeboten, die wesentlich größer war als das, was sie sich ursprünglich vorgestellt hatte. Aufregend! Ich möchte deswegen in diesem Podcast von ihr wissen, wie sie sich auf diese Aufgabe vorbereitet hat und vor allem: welche Zweifel und Fragestellungen sie zu Beginn hatte und wie sie damit umgegangen ist. Wir sprechen darüber, wie sie als junge Frau in einem Team Akzeptanz gewonnen hat, in dem alle Mitarbeitenden männlich und älter sind als sie selbst und noch dazu fachlich eindeutig mehr wissen. Ich erfahre, wie es ihr gelungen ist, in dieser Situation gut in ihre Rolle zu kommen und das Vertrauen ihrer Mitarbeitenden zu gewinnen. Sie liefert viele wertvolle Tipps, wie sie sich auf diese Herausforderung vorbereitet hat. Dabei beschreibt sie, wie wichtig es ist, am Anfang erst einmal nur aufmerksam zuzuhören und generell eine große Offenheit mitzubringen. Zudem sollte man auch dafür sorgen, dass man selbst gut geführt wird. Lernt von ihr, wie man sich auch mit anfänglichen Zweifeln mutig dieser Herausforderung stellen kann und sehr schnell sehr viel Spaß am Führen entwickeln kann!
Fabiola H. Gerpott ist Inhaberin des Lehrstuhls für Personalführung an der WHU – Otto Beisheim School of Management. In ihrer Forschung widmet sich die studierte Wirtschaftspsychologin und Wirtschaftswissenschaftlerin dem Thema Diversity Management und Mikro-Dynamiken in Organisationen. Dabei untersucht sie u. a. wie Führungskräfte und Mitarbeitende miteinander interagieren aber auch, wie ein bestmögliches Management von Diversität gelingen kann. Hier leitet sie ganz aktuell eine Studie zum Kommunikationsverhalten weiblicher und männlicher Führungskräfte in Mitarbeitergesprächen und hat bereits spannende Erkenntnisse gewonnen, von denen sie in dieser Podcastfolge berichtet. Wir sprechen zudem darüber, welches die gängigsten Bias, d. h. Wahrnehmungsfehler sind, denen Frauen in Führung zum "Opfer" fallen. Erfahrt, warum Frauen vor doppelten Herausforderungen stehen, was ihre Beurteilung anbelangt, warum Frauen sich nicht zu dominant verhalten sollten - auch wenn wir das von Führungskräften erwarten - und welche Erkenntnisse die "Heidi & Howard" Studie hinsichtlich der Kompetenzbewertung von Frauen und Männern zu Tage geführt hat. Wir sprechen darüber, was wir tun können, um Bias bestmöglich zu vermeiden und Fabiola gibt konkrete Tipps, wie Frauen hier der Spagat in ihrem Verhalten gelingen kann. Ob man der Quote positiv gegenübersteht oder nicht, können wir auf Basis dieser Erkenntnisse letztendlich schlussfolgern: Je mehr Frauen es in Führung gibt, desto mehr Führungspositionen werden auch mit Frauen besetzt.
https://www.linkedin.com/in/fabiola-h-gerpott-99067125/
https://www.whu.edu/faculty/management-group/leadership/fabiola-gerpott/
Spannende weiterführende Artikel zu dem Thema:
https://www.leadershippsychologyinstitute.com/women-the-leadership-labyrinth-howard-vs-heidi/
Die Marke "Ich" gilt für Martina Cleven als wesentlicher Baustein für beruflichen Erfolg - egal, ob als Angestellte*r oder Selbstständige*r. Die erfahrene Markenberaterin unterstützt seit über 20 Jahren Unternehmen und Einzelpersonen in ihrer Markenpositionierung. Dabei bietet sie zu dem Thema auch Workshops nur für Frauen an. Denn es handelt sich um ein super wichtiges Thema, das von vielen von uns häufig unterschätzt wird. In unserem Gespräch erfahre ich von ihr, warum Sichtbarkeit und die eigene Marke so wichtig für unsere persönliche berufliche Entwicklung ist. Sie erklärt, wie man eine Personal Branding Strategie entwickelt und welche Schritte bzw. Fragestellungen dafür notwendig sind. Dabei erfahre ich, dass eine Marken immer mit einer starken Emotionalität verknüpft ist ("Woran denkt ihr, wenn ihr an Nike denkt?") und welche Rolle dabei die zu erreichende Zielgruppe spielt. Beides gilt es neben vielen weiteren Aspekten für sich selbst zu identifizieren. Hört rein und erfahre von Martina Cleven, wie du deine eigene Personal Branding Strategie entwickelst und somit mehr Sichtbarkeit erhältst!
Dr. Heike Baader ist Head of People Development bei der Chiesi GmbH in Hamburg, einem Tochterunternehmen der Chiesi Farmaceutici mit Hauptsitz in Italien. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Arzneimittel und Medizinprodukte. Heike, die eigentlich studierte Tierärztin ist, hat sich sehr früh in ihrer Laufbahn in der Pharmaindustrie dafür eingesetzt Vertriebsleiterin und damit Führungskraft ihrer einst 30 KollegInnen zu werden. Dabei sagt sie heute ganz ehrlich, dass sie mittlerweile ganz anders führt als sie es früher getan hat und es auch nie wieder so machen würde. In unserem Interview sprechen wir daher darüber, inwieweit man sich als Frau in einer Führungsposition verbiegen und eine Rolle spielen muss - zu welchem Zweck, dies manchmal dienlich sein kann - warum, es aber langfristig keinen Sinn macht. Sie plädiert dafür, dass jede Frau, so wie sie ist, perfekt ist und dafür nur das richtige Unternehmen finden muss. Daneben sprechen wir über männliche Spielregeln, besondere Stärken von Frauen in Führung, was es heißt, souverän zu sein und wie man für sich selbst herausfindet, ob man Führungskraft sein möchte. Als Mentorin und zertifizierte Coachin, bietet sie den Hörerinnen des Podcast bei Fragen rund um das Thema Führung und Karriere an, dass sie gerne für ein Sparring (kostenfrei) kontaktiert werden kann. Nutzt diese tolle Chance und hört in diesem Podcast ihre persönliche Haltung zum Thema Frauen und Führung.
https://www.linkedin.com/in/dbaader/